3. DIGITALE FREIZEIT

 

FORDERUNGEN:

/// Werbung z. B. auf Social Media-Kanälen von Influencer*innen soll deutlich gekennzeichnet werden.

/// Unternehmen sollen besser hinsichtlich der Nutzung von Daten aufklären.

/// Generell braucht es mehr Transparenz im Sinne eines besseren Datenschutzes.

/// Altersbeschränkungen bei der Nutzung digitaler Medien und entsprechende Schutzvorkehrungen sollen durchgesetzt werden.

/// Es soll mehr Informationsangebote zu den Folgen der Digitalisierung im Alltag geben (z.B. exzessive Nutzung und ständige Erreichbarkeit).

/// Insbesondere in Jugendeinrichtungen, aber auch an anderen öffentlichen Freizeitorten soll es kostenlosen und freien Zugang zum Internet geben.

/// E-Sport soll als Sportart anerkannt werden.

 

Social Media spielt eine große Rolle in der Freizeit von Jugendlichen. Sie bleiben durch die digitalen Netzwerke in Kontakt, nutzen immer neue und kreative Features wie die leicht zu teilenden Events und Links bei Facebook, die eher intimere Kommunikation durch Snapchat oder der visuelle Schwerpunkt bei Instagram.

Die Jugendlichen im Digicamp distanzierten sich größtenteils von YouTube-Sternchen und Influencer*innen. Ihnen war bewusst, dass ihre Aufmerksamkeit eine knappe Ressource ist, um die es im Internet einen harten Kampf seitens der Anbieter gibt. Bei vielen Angeboten im Internet sehen die Jugendlichen die Gefahr „falscher“ Vorbilder, doch die Inszenierung wird – zumindest von den Teilnehmenden des Digicamps – schnell durchschaut.

Werbung erreicht im Kontext von Social Media ein anderes Level. In der digitalisierten Welt scheinen beispielsweise im Hinblick auf den Datenschutz und Altersbeschränkungen andere Regeln zu gelten als im „echten“ Leben.
Auf Grundlage dieser Probleme wünschen sich die Teilnehmenden mehr Transparenz.

Begrüßt wurde von den Jugendlichen die Tatsache, dass der Internetzugang inzwischen sowohl mobil mit dem Smartphone als auch stationär mit dem PC möglich ist und sich dadurch zahlreiche neue Nutzungsmöglichkeiten ergeben.

Bildung und Freizeit wachsen in der Digitalisierung zusammen und sind nicht mehr zu trennen. Digitale Spiele werden gleichermaßen zur Entspannung und zum Üben und Lernen von Fertigkeiten genutzt.

Andererseits spielte durchaus auch der Wunsch nach internetfreien Orten eine Rolle. Die Jugendlichen geben zu bedenken, dass Freiheit und Erholung durch die sie umgebende Digitalisierung verdorben werden könnten, vergleichbar mit der immerwährenden Erreichbarkeit durch Smartphones. Diskutiert wurde die exzessive Nutzung digitaler Medien.