1. BILDUNG IN DER DIGITALEN WELT

 

FORDERUNGEN:

/// In den Rahmenplänen soll es mehr fächerübergreifende auf digitale Medien bezogene Arbeiten/Angebote geben.

/// Digitalisierung soll in vielfältigen praxisorientierten Methoden und Techniken genutzt werden, die zur Herleitung von Theorien aus der Praxis befähigen.

/// Lehrkräfte brauchen eine praxisorientiertere Ausbildung, die digitale Bildung und neue Lernformen stärker fokussiert. Bereits agierende Lehrkräfte sollen in langfristig angelegten Seminaren an neue Medien und Lernmöglichkeiten herangeführt werden.

/// Digitale Inhalte und Methoden sollen auch durch Schüler*innen aus höheren Klassen oder externen Expert*innen z.B. aus einem Unternehmen, aus der Universität oder einer außerschulischen Bildungseinrichtung vermittelt werden.

/// Alle schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen sind ans Glasfasernetz anzuschließen.

/// Informations- und Bildungsangebote sollen zur Stärkung des digitalen Engagements und der Zivilcourage im Netz, darunter Workshops und Trainings für die Auseinandersetzung mit Hass und Bedrohung im Netz gefördert werden.

Das landesweite Media-Scout-Netzwerk soll stärker gefördert werden.

 

Das Themenfeld Bildung umfasst sowohl die schulische als auch außerschulische Bildung. Für die Jugendlichen war Bildung ein zentrales Diskussionsthema, weil sich ein Großteil noch in der Schule oder Ausbildung befindet. Unter dem Motto „Konsumierst du nur oder lernst du schon?“ entwickelten die Teilnehmenden ein digitales Klassenzimmer und erarbeiteten Handlungsoptionen.

Die Jugendlichen wünschen sich in Bildungsinstitutionen mehr nutzbare Technik, wie z. B. Kameras, Smartboards sowie ausreichend Möglichkeiten, erstellte Daten mithilfe von entsprechender Soft- und Hardware zu verarbeiten. Dadurch würden Kinder und Jugendliche besser lernen, mit digitalen Medien umzugehen, aber auch lernen selbst zu produzieren. Digitale Medien sollen hierbei als Ergänzung verstanden werden und nicht klassische Materialien, wie beispielsweise Lehrwerke oder Modelle, ablösen. Es sollte lieber eine Vielfalt an Geräten geben, als nur ein bestimmtes Gerät. Technik wird genutzt zur Projektion, Interaktion und Produktion beim Lernen.

Die meisten Teilnehmenden kritisierten eine unzureichende Ausbildung der Lehrkräfte im Bereich der Medienpädagogik und dem Umgang mit digitalen Medien.

Die Forderungen der Teilnehmenden sind dabei nicht nur auf allgemeinbildende Schulen beschränkt, sondern beziehen sich auf das gesamte Bildungssystem wie Einrichtungen der weiterführenden Bildung, wie Fachhochschulen und Universitäten, aber auch auf Volkshochschulen und andere außerschulische Bildungseinrichtungen anwendbar.